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Heizkörper Wärmepumpe: großer flacher Heizkörper unter einem Kastenfenster in einem Altbauzimmer
Meisterbetrieb Heizungsbau

Heizkörper für die Wärmepumpe: welche Größe reicht

Heizkörper für die Wärmepumpe prüfen wir in Berliner Häusern Raum für Raum. Bei 55 °C Vorlauf brauchen sie 180 bis 200 % der Heizlast des Raums, im Bad 225 %.

4,3 von 5 Sternen bei Google

Bei 55 °C Vorlauf sollte ein Heizkörper auf 180 bis 200 % der Heizlast seines Raums ausgelegt sein, im Bad auf 225 %, so nennt es co2online (Stand 09.02.2026). Der Vorlauf ist das Heizwasser auf dem Weg zum Heizkörper, die Heizlast die Wärme, die der Raum am kältesten Tag braucht. Gefragt sind diese Werte vor allem in Häusern, in denen die Heizkörper noch aus der Zeit des alten Kessels stammen.

Getauscht wird dabei nur, was für den Raum zu klein ist. In der Auswertung der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz (Stand 07/2026) enthielten 23 % der Angebote einen Heizkörpertausch. Bei uns kostet ein Heizkörper Typ 22 oder 33 eingebaut erfahrungsgemäß 350 bis 800 € brutto je Stück.

Welche Leistung braucht ein Raum bei 55 °C?

Für den Überschlag nehmen Sie die Heizleistung je Quadratmeter aus der Tabelle und multiplizieren sie mit der Raumfläche. Das Ergebnis nehmen Sie für 55 °C mal 1,8 bis 2,0. Für das Bad gilt der Wert für 24 °C mal 2,25.

Baujahr des Hauses Heizleistung je m² Raum bei 20 °C Auslegung für 55 °C mit 180 bis 200 %, rechnerisch Bad bei 24 °C mit 225 %, rechnerisch
vor 1982 122 W/m² 220 bis 244 W/m² 142 W/m² × 2,25 = 320 W/m²
1983 bis 1994 99 W/m² 178 bis 198 W/m² 116 W/m² × 2,25 = 261 W/m²
ab 1995 81 W/m² 146 bis 162 W/m² 95 W/m² × 2,25 = 214 W/m²

Quelle: co2online, Heizkörper berechnen (ohne Datum) und Heizlastberechnung (09.02.2026), Abruf 05.11.2026. Die beiden rechten Spalten sind eigene Rechnung und gerundet. Dass sich Raumwert und Prozentwert so verbinden lassen, ist unsere Annahme, denn co2online rechnet das nicht vor.

Die Prozentwerte beziehen wir auf die Normleistung, also den Wert für hohe Vorläufe im Datenblatt, auch wenn co2online diesen Bezug nicht ausdrücklich nennt. Steht im Datenblatt ein eigener Wert für 55 °C, muss dieser die Heizlast ohne Aufschlag decken. Die 225 % im Bad begründet co2online mit der höheren Raumtemperatur dort, deshalb rechnet die Badspalte mit dem Raumwert für 24 °C.

Alle Werte gelten für den einzelnen Raum und sind keine Heizlast des Gebäudes. Auf das ganze Haus lassen sie sich nicht hochrechnen, weil ein Flur weniger Wärme verliert als ein Eckzimmer. Wie groß das Gerät selbst sein muss, ergibt sich auf einem anderen Weg, den der Ratgeber zur Größe der Wärmepumpe beschreibt.

Verlegte Rohre einer Fußbodenheizung auf der Dämmung mit Verteilerkasten

Warum ein alter Heizkörper zu klein sein kann

Ein Heizkörper gibt umso weniger Wärme ab, je kühler das Wasser in ihm ist. Vorhandene Heizkörper sind häufig für höhere Temperaturen bemessen, als eine Wärmepumpe liefern soll, und deshalb fehlt bei 55 °C in manchen Räumen Leistung.

Angabe Wert Quelle, Stand
Auslegung vorhandener Heizkörper oft für etwa 70 °C ADAC, 25.09.2026
Auslegung im Bestand in der Regel im Bereich 55 °C und darüber Umweltbundesamt, 27.03.2023
Eignung des Hauses möglichst ganzjährig unter 55 °C Vorlauf Verbraucherzentrale, 03/2026
Effizienter Bereich 30 bis 50 °C (Verbraucherzentrale), 35 bis 55 °C (ADAC) 14.04.2026 und 25.09.2026
Höchster Vorlauf im Feldtest WPsmart im Mittel knapp 44 °C mit Luft, etwas über 45 °C mit Erdwärme Fraunhofer ISE, 27.07.2020

Für 45 °C oder 35 °C nennt keine dieser Quellen einen Prozentwert wie für 55 °C. Bei so niedrigen Vorläufen rechnen wir deshalb mit den Leistungsangaben aus dem Datenblatt des einzelnen Heizkörpers und geben keine Pauschale an.

Technisch sind höhere Temperaturen möglich, das Umweltbundesamt nennt bis zu 75 °C an den kältesten Tagen. Trotzdem lohnt sich ein größerer Heizkörper, denn je niedriger der Vorlauf bleibt, desto weniger Strom braucht die Anlage für dieselbe Wärme. Ablesen lässt sich das später an der Jahresarbeitszahl.

Reichen Ihre vorhandenen Heizkörper?

Das klärt ein Test an einem kalten Tag, und zwar für jeden Raum einzeln. Der ADAC nennt als Maßstab, dass die Räume bei 50 bis 55 °C Vorlauf warm werden.

  • Vorlauf absenken. Stellen Sie die Heizkurve des alten Kessels so ein, dass das Wasser mit 50 bis 55 °C zu den Heizkörpern fließt.
  • Thermostate öffnen. Drehen Sie die Ventile in allen Räumen auf und geben Sie dem Haus genug Zeit, damit sich die Temperatur einpendelt.
  • Räume einzeln notieren. Schreiben Sie auf, welches Zimmer nicht warm wird und wie groß sein Heizkörper ist.

Bleibt nur ein Raum kühl, muss auch nur dort ein größerer Heizkörper hin, und die übrigen können bleiben. Die Schritte für den Test im Einzelnen und die Rolle der Heizkurve stehen im Ratgeber zur Vorlauftemperatur. Das Ergebnis ersetzt die Rechnung nicht, zeigt uns im ersten Gespräch aber, wo es knapp wird.

Beispiel: Wohnzimmer und Bad im Siedlungshaus

Beispiel. Ein Siedlungshaus von 1936 hat ein Wohnzimmer mit 20 m² und ein Bad mit 6 m². Die Raumgrößen sind Annahmen, die Heizleistung stammt aus der Tabellenzeile „vor 1982“.

Raum Fläche (Annahme) Heizleistung des Raums, rechnerisch Auslegung für 55 °C, rechnerisch
Wohnzimmer 20 m² 2.440 W 4.392 bis 4.880 W (180 bis 200 %)
Bad, 24 °C 6 m² 852 W 1.917 W (225 %)

Hängt im Wohnzimmer ein Heizkörper mit 3.600 W Normleistung laut Datenblatt, was hier ebenfalls angenommen ist, fehlen rechnerisch 792 bis 1.280 W. Dann hilft ein größerer Heizkörper oder ein zweiter an einer anderen Wand. Werden in diesem Haus beide Räume mit je einem neuen Heizkörper versorgt, sind das mit unserer Spanne rechnerisch 700 bis 1.600 € brutto.

Die Rechnung bleibt ein Überschlag, weil Außenwände, Fenster und Raumhöhe den Wert verändern. Für das Angebot rechnen wir deshalb die Heizlast jedes Raums nach DIN EN 12831.

Was Tausch und Abgleich kosten

Der Tausch eines Heizkörpers kostet bei uns 350 bis 800 € brutto je Stück, der hydraulische Abgleich nach Verfahren B bei 8 bis 12 Heizkörpern 600 bis 1.500 €. In einer neuen Anlage ist der Abgleich Teil des Einbaus.

Posten Bei uns, brutto
Heizkörper Typ 22 oder 33, eingebaut 350 bis 800 € je Stück
8 Heizkörper, rechnerisch 2.800 bis 6.400 €
10 bis 14 Heizkörper 4.000 bis 9.000 €
Altbauwohnung mit 4 bis 6 Heizkörpern 1.800 bis 4.000 €
Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B, 8 bis 12 Heizkörper 600 bis 1.500 €
Voreinstellbare Ventile nachrüsten 60 bis 120 € je Heizkörper

Was die Arbeiten in Ihrem Haus kosten, steht in dem Angebot, das Sie nach dem ersten Termin bekommen. Worauf Sie darin achten sollten, zeigt die Prüfliste für Wärmepumpen-Angebote.

Für die Wärmepumpe zahlt die KfW im Programm 458 einen Zuschuss von 30 bis 70 %, bei Haushaltseinkommen bis 30.000 € bis zu 80 % (Stand 05.11.2026). Neue Heizkörper samt Thermostatventilen zählen bei diesem Einbau zu den förderfähigen Kosten. Liegt die Anlage aber schon über der Grenze von 28.000 € für die erste Wohneinheit, die bei Antrag bis 31.01.2027 gilt, erhöht ein weiterer Heizkörper den Zuschuss nicht mehr. Die Sätze und Fristen stehen im Ratgeber zur Wärmepumpen-Förderung.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Warum der hydraulische Abgleich dazugehört

Der hydraulische Abgleich ist die Einstellung, mit der jeder Heizkörper genau die Wassermenge bekommt, die sein Raum braucht, und bei der Wärmepumpe gehört er fachlich dazu. Für die Förderung der Wärmepumpe verlangt die KfW ihn nach Verfahren B, auch im Einfamilienhaus, und 86 % der von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz ausgewerteten Angebote führen ihn als Posten. § 60c des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) schreibt ihn außerdem nach dem Einbau in Gebäuden mit mindestens 6 Wohnungen vor.

Verfahren B rechnet mit der raumweisen Heizlast, also mit denselben Werten wie die Prüfung der Heizkörper. Daraus ergibt sich die Reihenfolge, denn erst steht fest, welche Heizkörper getauscht werden, danach wird die Anlage eingestellt. Wer zuerst abgleicht und später tauscht, muss noch einmal einstellen.

Muss es eine Fußbodenheizung sein?

Nein, ausreichend große Heizkörper genügen. Das Fraunhofer ISE fand im Feldtest WP-QS, dass solche Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen laufen wie Flächenheizungen. Auch der ältere Feldtest WPsmart hielt eine Flächenheizung nicht für zwangsläufig nötig. Eine getrennte Jahresarbeitszahl nach Heizfläche weist die Mitteilung zum aktuellen Feldtest nicht aus.

Kommen ohnehin neue Böden, liegt eine Fußbodenheizung mit 70 m² bei uns bei 8.000 bis 14.000 € brutto und 5 bis 8 Arbeitstagen. Die Flächenheizung samt Estrich und Belägen zählt dann beim Einbau der Wärmepumpe zu den förderfähigen Kosten.

Unter dem Namen Niedertemperatur-Heizkörper werden Modelle verkauft, die bei niedrigem Vorlauf viel Leistung liefern sollen. Maßgeblich bleibt der Wert im Datenblatt bei Ihrer Vorlauftemperatur, denn der Name allein genügt dafür nicht.

Was das in Berliner Häusern bedeutet

In Berlin trifft die erste Tabellenzeile die meisten Wohnhäuser. Der Zensus 2022 zählt 51.641 Gebäude mit Wohnraum aus der Zeit vor 1919, 82.439 von 1919 bis 1948 und 85.264 von 1949 bis 1978, zusammen rechnerisch 219.344 von 338.663.

Im Gründerzeithaus kommt die Raumhöhe dazu. Die Heizleistung je Quadratmeter geht von der Fläche aus, während die Rechnung nach DIN EN 12831 auch die Luftmenge und die Außenflächen eines hohen Zimmers erfasst. Im Berliner Altbau kommen dazu oft große Fenster und viel Außenwand.

In Mietshäusern stellt sich häufig eine zweite Frage, nämlich die nach dem Rohrnetz. Beim Einbau einer Wärmepumpe zählen auch der Umbau von Einrohr auf Zweirohr und der Wechsel von der Etagenheizung zur zentralen Versorgung zu den förderfähigen Kosten. Wie das mit Beschlüssen und Hofaufstellung zusammengeht, steht unter Wärmepumpe im Mehrfamilienhaus.

Was wir an den Heizkörpern prüfen

Im ersten Termin sehen wir uns Heizung, Heizkörper, Aufstellort und Verbrauch an. Danach rechnen wir die Heizlast Raum für Raum und stellen jedem Raum die Leistung seines Heizkörpers gegenüber, weil sich erst so zeigt, welcher Vorlauf für das Haus reicht. Tausch und Abgleich gehören bei uns zum Heizungstausch dazu, wenn die Rechnung sie verlangt.

Für das erste Gespräch reichen die letzte Gas- oder Ölabrechnung, das Baujahr und Fotos der Heizkörper, vor allem aus den Räumen, die schon heute schwer warm werden. Schicken Sie uns das an kontakt@waermepumpe-in-berlin.de oder über das Formular, oder rufen Sie unter 030 2192 8018 an. Für den ersten Termin zahlen Sie nichts.

Häufige Fragen

Muss ich für die Wärmepumpe alle Heizkörper austauschen?

Nein, getauscht werden nur die Heizkörper, die ihren Raum bei der geplanten Vorlauftemperatur nicht warm bekommen. Das kann ein einzelnes Zimmer sein oder das halbe Haus. Klarheit bringt erst die Rechnung für jeden Raum.

Funktioniert eine Wärmepumpe auch mit ganz normalen Heizkörpern?

Ja, wenn sie für den Raum groß genug sind. Im Feldtest des Fraunhofer ISE liefen ausreichend bemessene Heizkörper im Mittel mit ähnlich niedrigen Temperaturen wie Flächenheizungen. Eine Fußbodenheizung ist deshalb keine Voraussetzung.

Wie viel größer muss ein Heizkörper bei 55 Grad sein?

180 bis 200 % der Heizlast des Raums nennt co2online als Auslegungswert, für das Bad sind es 225 %. Verglichen wird das mit der Normleistung im Datenblatt, also dem Wert für hohe Vorläufe. Ob er reicht, hängt also am Raum und an seinem Modell.

Was kostet ein neuer Heizkörper mit Einbau?

350 bis 800 € brutto kostet bei uns ein eingebauter Heizkörper Typ 22 oder 33. Den Preis für Ihr Haus finden Sie im Angebot, das nach dem ersten Termin kommt.

Brauche ich spezielle Niedertemperatur-Heizkörper?

Nein, vorgeschrieben ist keine bestimmte Bauart. Es zählt die Wärmeleistung bei der Temperatur, mit der Ihre Anlage läuft. Ein großer Plattenheizkörper kann das genauso erfüllen wie ein Modell, das unter diesem Namen verkauft wird.

Kann ich meine alten Gussheizkörper behalten?

Ja, wenn ihre Leistung für den Raum ausreicht. Weil das Baujahr darüber wenig aussagt, bestimmen wir die Leistung aus Bauart und Maßen. Ob sie reicht, zeigt die Rechnung für den Raum.

Zahlt die KfW die neuen Heizkörper mit?

Ja, beim Einbau einer geförderten Wärmepumpe gehören Heizkörper jeder Bauart samt Thermostatventilen zu den förderfähigen Kosten. Das gilt innerhalb der Höchstgrenze, die bei Antrag bis 31.01.2027 für die erste Wohneinheit 28.000 € beträgt. Stand ist der 05.11.2026.

Ist der hydraulische Abgleich wirklich Pflicht?

Ja, für die KfW-Förderung der Wärmepumpe ist er vorgeschrieben, auch im Einfamilienhaus und nach Verfahren B. Unabhängig von der Förderung verlangt ihn § 60c GModG nach dem Einbau in Gebäuden mit mindestens 6 Wohnungen.

Was kostet der hydraulische Abgleich im Einfamilienhaus?

600 bis 1.500 € brutto kostet der Abgleich nach Verfahren B bei uns mit 8 bis 12 Heizkörpern. In einer neuen Anlage gehört er zum Einbau. Voreinstellbare Ventile kommen, wo nötig, mit 60 bis 120 € je Heizkörper dazu.

Geht auch ein Heizkörper mit Gebläse, wenn an der Wand kein Platz ist?

Ja, solche Gebläsekonvektoren geben auf kleiner Fläche mehr Wärme ab, weil ein Lüfter die Luft bewegt. Beim Einbau einer geförderten Wärmepumpe zählen sie ebenfalls zu den förderfähigen Kosten. Dafür brauchen sie einen Stromanschluss, und der Lüfter ist hörbar.

Bewertungen

Was Kundinnen und Kunden schreiben

Google: 4,3 von 5 aus 15 Bewertungen. ProvenExpert: 4,40 von 5 aus 22 Bewertungen.

4,3★★★★15 Google-Bewertungen
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    Top Arbeit und super Beratung vielen Dank
    WilderWaschi, vor 3 Monaten
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    Patrick Weiß, vor 9 Monaten
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    Firat Karaduman, vor einem Jahr

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