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Wärmepumpe kühlen: verlegte Rohre einer Fußbodenheizung auf der Dämmung mit Verteilerkasten
Meisterbetrieb Heizungsbau

Mit der Wärmepumpe kühlen: passiv oder aktiv

Eine dafür ausgelegte Wärmepumpe kühlt ein Berliner Haus im Sommer über das Außengerät. Das passive Kühlen über die Erdsonde prüft die Wasserbehörde im Einzelfall.

4,3 von 5 Sternen bei Google

Eine Wärmepumpe kann im Sommer kühlen, wenn sie dafür ausgelegt ist. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kühlt aktiv mit Umkehrfunktion, man nennt sie dann reversibel, und die Verbraucherzentrale bewertet das als deutlich schwächer als ein Klimagerät. Über eine Erdsonde geht das passiv, der Verdichter bleibt dabei aus, und die Wärme fließt in den Untergrund, dessen Grundwasser in der Tiefe etwa 12 bis 13 °C hat. Das prüft die Berliner Wasserbehörde im Einzelfall. Beide Wege brauchen Schutz vor Kondensat, also vor Wasser, das sich aus der Raumluft an kalten Flächen niederschlägt.

Passiv kühlen Aktiv kühlen
Wärmequelle Erde oder Grundwasser Außenluft
Was läuft Pumpen und ein Wärmetauscher, der Verdichter bleibt aus Verdichter, Ventilator und Pumpen
Wohin die Wärme geht in den Untergrund, Grundwasser in 100 m Tiefe etwa 12 bis 13 °C über das Außengerät in die Außenluft
Strombedarf gering höher, weil der Verdichter arbeitet
Kühlwirkung mild, begrenzt durch die Temperatur im Untergrund deutlich schwächer als ein Klimagerät
Geräusch draußen kein Außengerät, also kein Ventilator Außengerät mit den Nachtwerten am Nachbarfenster
Hürde in Berlin Einzelfallprüfung der Wasserbehörde, Wasserschutzgebiete grundsätzlich ausgeschlossen Schall und Aufstellort

Quellen: Verbraucherzentrale (14.04.2026), Merkblatt Erdwärmenutzung in Berlin (Stand 11/2025).

Wie kühlt eine Erdsonde ohne Verdichter?

Die Erdsonde kühlt über den Temperaturunterschied zwischen Untergrund und Heizwasser. Eine Pumpe schickt das Wasser aus der Fußbodenheizung durch einen Wärmetauscher, und dort gibt es seine Wärme an die Sole ab, das frostsichere Gemisch in der Sonde. Strom brauchen dabei nur die Pumpen.

Deshalb bleibt diese Kühlung im Betrieb günstig. Ihre Wirkung ist allerdings mild, weil das Heizwasser höchstens bis in die Nähe der Untergrundtemperatur abkühlt. Das Haus heizt sich dadurch langsamer auf, eine feste Raumtemperatur lässt sich an heißen Tagen aber nicht einstellen.

Für diesen Weg muss die Anlage als Sole-Wasser-Wärmepumpe geplant sein, und der zusätzliche Wärmetauscher muss zum Modell passen. Fragen Sie danach, bevor die Bohrung beauftragt ist, denn die Kühlung gehört dann auch in den Antrag an die Behörde.

Darf ich in Berlin über die Erdsonde kühlen?

Das entscheidet die Wasserbehörde der Senatsverwaltung im Einzelfall. Nach ihrem Merkblatt (Stand 11/2025) ist ein alleiniger Wärmeeintrag aus Gebäudekühlung in Boden und Grundwasser in Berlin nicht zugelassen, weil das Grundwasser bereits wärmer geworden ist. Eine Anlage, die im Sommer Wärme einträgt und im Winter entzieht, bleibt einer Einzelfallprüfung vorbehalten, und das Merkblatt erfasst sie nicht. Nennen Sie die Kühlung deshalb im Antrag und planen Sie sie erst fest ein, wenn die Erlaubnis dazu vorliegt.

Die Erlaubnis für eine Sonde kostet 350 € je Anlage bis 30 kW und dauert 3 bis 4 Monate, ob das auch mit Kühlung gilt, ist nicht belegt. Im Wasserschutzgebiet ist eine Sonde in allen Zonen grundsätzlich nicht erlaubnisfähig, und das trifft die Bezirke sehr unterschiedlich. Pankow, Mitte und Tempelhof-Schöneberg sind nach eigener Auswertung der Geodaten zu 100 % grundsätzlich erlaubnisfähig, Treptow-Köpenick nur zu 28,1 %. Was dabei zu beachten ist, steht bei Tiefe und Erlaubnis der Erdsonde.

Garten hinter einem Reihenhaus mit kompakter Außeneinheit an der Terrasse

Wie kühlt eine Luft-Wasser-Wärmepumpe?

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe kühlt, indem sie ihren Kältekreis umkehrt und die Wärme aus dem Heizwasser über das Außengerät an die Außenluft abgibt. Diese Umkehrfunktion hat nicht jedes Modell, und bei einer eingebauten Anlage hängt die Nachrüstung davon ab, ob der Hersteller sie vorsieht.

Der Verdichter läuft hier genauso wie beim Heizen, also fällt mehr Strom an als beim passiven Kühlen. Dafür ist das Wasser nicht an die Temperatur des Untergrunds gebunden, und es braucht keine Bohrung. Bundesweit nutzten 2025 rund 283.000 verkaufte Wärmepumpen die Luft als Wärmequelle, das sind 95 % (BWP, 27.01.2026). In den meisten Häusern stellt sich die Frage nach dem Kühlen deshalb bei der Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Reicht die Fußbodenheizung zum Kühlen?

Für eine Entlastung an warmen Tagen reicht sie, weil sie über die ganze Raumfläche Wärme aufnimmt. Am stärksten wirkt sie am Boden, denn kalte Luft bleibt unten und unter der Decke steht die warme Luft weiter.

Heizfläche Zum Kühlen Worauf es ankommt
Fußbodenheizung geeignet, milde Wirkung Regelung gegen Kondensat, Bodenbelag
Decken- oder Wandheizung geeignet Regelung gegen Kondensat, passende Rohrführung
Gebläsekonvektor geeignet, kühlt die Raumluft über einen Ventilator Ablauf für Kondensat, Geräusch im Raum
Klassischer Heizkörper nicht geeignet kleine Fläche, kein Ablauf für Kondensat

Ein Gebläsekonvektor ist ein Heizkörper mit eingebautem Ventilator. Beim Einbau einer Wärmepumpe rechnet die KfW laut Infoblatt 11.1 Heizkörper jeder Bauart einschließlich solcher Geräte zu den förderfähigen Kosten, ebenso Flächenheizungen mit Estrich und Belägen. Welche Fläche für das Heizen in Ihrem Haus reicht, klärt die Seite zu den Heizkörpern für die Wärmepumpe, und das Kühlen kommt danach als zweite Frage hinzu.

Wo entsteht beim Kühlen Kondensat?

Kondensat entsteht überall dort, wo eine Fläche oder Leitung kälter wird als der Taupunkt der Raumluft, also die Temperatur, bei der die Feuchte als Wasser ausfällt. Eine feste Gradzahl gibt es dafür nicht, denn der Taupunkt ändert sich mit Temperatur und Feuchte im Raum. Deshalb gehören diese vier Stellen in die Planung.

  • Am Fußboden und an der Decke erfasst ein Taupunktwächter die Feuchte und sorgt dafür, dass die Regelung die Wassertemperatur rechtzeitig anhebt oder das Kühlen abschaltet.
  • An den Leitungen verhindert eine dampfdichte Dämmung, dass sich Wasser an kalten Rohren sammelt und in Wand oder Decke läuft.
  • Am Gebläsekonvektor fällt Kondensat gewollt an, deshalb braucht das Gerät einen eigenen Ablauf.
  • Am Außengerät entsteht Kondensat vor allem beim Heizen, es muss frostfrei abfließen und darf nicht durch Schnee blockiert werden.

Für das Außengerät nennt der BWP-Leitfaden den Anschluss an das Abwasser nach den Vorgaben des Entwässerungsbetriebs. Eine Versickerung ist ebenfalls möglich, in Gebäudenähe muss die Wand unter Erdgleiche dann aber gegen nicht drückendes Wasser dicht sein (VdZ, 03/2025). Bei einem älteren Keller klären wir das deshalb zusammen mit dem Fundament des Außengeräts.

Wie laut ist das Außengerät in Sommernächten?

Im Kühlbetrieb gelten nachts dieselben Werte wie beim Heizen, also 35 dB(A) im reinen Wohngebiet, 40 dB(A) im allgemeinen Wohngebiet und 45 dB(A) im Mischgebiet. Maßgeblich ist der höchste Wert im Nachtbetrieb, gemessen 0,5 m vor der Mitte des geöffneten Fensters des am stärksten betroffenen schutzbedürftigen Raums.

Gekühlt wird im Sommer, wenn Fenster auch nachts offen stehen. Deshalb wählen wir den Aufstellort nach Schall und Abstand, und ein Zeitprogramm kann das Kühlen zusätzlich in den Tag legen, wo 50, 55 und 60 dB(A) gelten. Wie sich der Wert am Fenster ermitteln lässt, zeigt der Ratgeber zur Lautstärke der Wärmepumpe.

Was kostet das Kühlen im Betrieb?

Ein Messwert für den Kühlstrom eines Wohnhauses liegt nicht vor, deshalb arbeitet das folgende Beispiel mit einer offenen Annahme. Es unterstellt 250 kWh Strom für aktives Kühlen in einem Sommer, das ist weder gemessen noch ein Durchschnitt.

Beispiel. Bei Heizstrom mit 29,0 ct/kWh (BDEW, 6.000 kWh, getrennte Messung, Stand 01.10.2026) kosten die angenommenen 250 kWh rechnerisch rund 73 €. Mit Haushaltsstrom zu 37,3 ct/kWh (BDEW, 10/2026) wird es rechnerisch gut ein Viertel teurer. Für das Heizen eines Einfamilienhauses mit 130 m² nennt der Heizspiegel 2026 mit einer Wärmepumpe eine Prognose von 1.300 €, die Kühlung läge im Beispiel also weit darunter.

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe liegt bei uns im Einfamilienhaus erfahrungsgemäß bei insgesamt 25.000 bis 45.000 € brutto, Sole mit Erdsonde bei 35.000 bis 55.000 €. Unser Angebot bekommen Sie nach dem ersten Termin, der Aufpreis der Kühlfunktion steht darin als eigener Posten.

Die KfW fördert die Wärmepumpe als Heizung mit 30 bis 80 %, bei einem Antrag bis 31.01.2027 von höchstens 28.000 € Kosten für die erste Wohneinheit (Stand 05.11.2026). Eine eigene Förderung für das Kühlen ist nicht belegt, und Raumluft-Wärmepumpen fördert die KfW nicht.

Was kostet es bei Ihnen?

Die Zahlen oben sind Richtwerte. Was es bei Ihnen kostet, sagen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch.

Ersetzt die Wärmepumpe eine Klimaanlage?

Sie ersetzt eine Klimaanlage nur, wenn Ihnen eine Entlastung an warmen Tagen genügt. Eine belegte Kühlleistung je Quadratmeter gibt es für Bestandshäuser nicht, denn sie hängt von Heizfläche, Sonneneinstrahlung und Dämmung ab.

Unter einem ausgebauten Dach mit großen Fenstern reicht die Wirkung über den Fußboden oft nicht aus. Außenliegender Sonnenschutz senkt dort die Wärmelast, bevor sie überhaupt in den Raum gelangt, und sollte deshalb vor jeder Kühlung geprüft werden. Luft-Luft-Geräte kühlen die Raumluft direkt und sind eine andere Geräteklasse, die Unterschiede stehen im Vergleich von Luft-Luft und Luft-Wasser.

Was wir bei der Planung klären

Im ersten Termin sehen wir uns Heizung, Heizkörper oder Fußbodenheizung, Aufstellort und Verbrauch an und sagen Ihnen, ob sich das Kühlen in Ihrem Haus lohnt. Die Gerätegröße richtet sich nach der Heizlast, die wir Raum für Raum nach DIN EN 12831 berechnen. Als Meisterbetrieb für Heizungsbau in dritter Generation bauen wir Wärmepumpen jeder Art und Größe ein, und die Kühlung gehört dann in dieselbe Planung wie die Heizung.

Sagen Sie uns bei der Anfrage gleich, dass Sie im Sommer kühlen möchten, denn das beeinflusst die Wahl von Gerät und Heizfläche. Sie erreichen uns unter 030 2192 8018, per Mail an kontakt@waermepumpe-in-berlin.de oder über das Formular, und wir antworten innerhalb eines Werktags. Hilfreich sind das Datenblatt einer vorhandenen Anlage, Fotos von Aufstellort und Heizflächen sowie das Baujahr des Hauses. Der erste Termin ist kostenlos.

Häufige Fragen

Kann jede Wärmepumpe auch kühlen?

Nein, die Kühlung muss im Gerät vorgesehen sein. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe braucht dafür die Umkehrfunktion, eine Anlage mit Erdsonde einen zusätzlichen Wärmetauscher. Das Datenblatt Ihres Modells gibt darüber Auskunft.

Wird es damit so kühl wie mit einer Klimaanlage?

Nein, die Verbraucherzentrale stuft selbst die aktive Variante deutlich unter einem Klimagerät ein. Das Haus erwärmt sich langsamer, doch eine Wunschtemperatur lässt sich an heißen Tagen meist nicht halten.

Geht das auch mit meinen normalen Heizkörpern?

Nein, dafür sind klassische Heizkörper nicht gebaut, denn ihre Fläche ist klein, und ihnen fehlt ein Ablauf für Kondensat. Zum Kühlen mit Heizkörpern braucht es Gebläsekonvektoren mit Kondensatanschluss.

Wird mein Fußboden beim Kühlen feucht?

Nein, solange die Regelung die Wassertemperatur über dem Taupunkt hält, wozu ein Fühler für die Feuchte im Raum gehört. Ohne diese Regelung kann sich auf dem Boden tatsächlich Wasser niederschlagen.

Darf das Außengerät nachts zum Kühlen laufen?

Ja, wenn es am Fenster des Nachbarn die Nachtwerte einhält. Das sind in Berlin je nach Gebiet 35, 40 oder 45 dB(A). Ein Zeitprogramm kann die Kühlung zusätzlich auf den Tag legen.

Braucht das Kühlen viel Strom?

Nein, nicht beim passiven Kühlen, denn dort laufen nur die Pumpen. Beim aktiven Kühlen arbeitet der Verdichter, dann fällt spürbar mehr Strom an. Einen gemessenen Durchschnittswert für Wohnhäuser gibt es nicht.

Bekomme ich für die Kühlung einen Zuschuss?

30 bis 80 % zahlt die KfW auf die Wärmepumpe als Heizung, von höchstens 28.000 € Kosten bei Antrag bis 31.01.2027 (Stand 05.11.2026). Eine eigene Förderung nur für das Kühlen ist nicht belegt. Posten für die Kühlung weisen wir im Angebot getrennt aus.

Kann ich in Berlin überall über eine Erdsonde kühlen?

Nein, schon die Sonde selbst ist im Wasserschutzgebiet in allen Zonen grundsätzlich nicht erlaubnisfähig. Außerhalb davon prüft die Wasserbehörde eine Anlage, die im Sommer Wärme einträgt und im Winter entzieht, im Einzelfall. Das Kühlen sollte im Antrag von Anfang an genannt sein.

Kann ich die Kühlung bei meiner vorhandenen Wärmepumpe nachrüsten?

Ja, wenn der Hersteller das für Ihr Modell vorsieht. Außerdem müssen Heizflächen und Leitungen zum Kühlen passen, denn an ungedämmten Rohren sammelt sich Wasser. Das prüfen wir im ersten Termin an Ihrer Anlage.

Habe ich beim Kühlen im Sommer noch warmes Wasser?

Ja, die Anlage schaltet dafür meist um und unterbricht das Kühlen so lange, das hängt vom Modell ab. Das Trinkwasser bleibt vom Kühlwasser getrennt, weil es in einem eigenen Kreis läuft.

Bewertungen

Was Kundinnen und Kunden schreiben

Google: 4,3 von 5 aus 15 Bewertungen. ProvenExpert: 4,40 von 5 aus 22 Bewertungen.

4,3★★★★15 Google-Bewertungen
  • ★★★★★
    Top Arbeit und super Beratung vielen Dank
    WilderWaschi, vor 3 Monaten
  • ★★★★★
    Tolles Team..Schnelle unkomplizierte Hilfe bekommen zum Fairen Preis
    Patrick Weiß, vor 9 Monaten
  • ★★★★★
    Sehr gute Firma, professionell hilfsbereit und Wissen vom Fach
    Firat Karaduman, vor einem Jahr

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