Ob eine Wärmepumpe in einen Berliner Altbau passt, zeigt die Vorlauftemperatur, also die Temperatur des Heizwassers auf dem Weg zu den Heizkörpern. Sie sollte laut Verbraucherzentrale möglichst ganzjährig unter 55 °C bleiben. Der ADAC nennt dafür einen einfachen Test, denn wenn die Räume an einem kalten Tag bei 50 bis 55 °C Vorlauf warm bleiben, ist das Haus grundsätzlich geeignet. Das gilt für jeden Eigentümer eines älteren Hauses in Berlin, vom Siedlungshaus bis zum Mietshaus.
Das Baujahr allein entscheidet nicht. Das Fraunhofer ISE hat im Feldtest WP-QS 77 Anlagen in Ein- bis Dreifamilienhäusern von 1826 bis 2001 gemessen und keinen Zusammenhang zwischen Baujahr und Effizienz gefunden. Die Jahresarbeitszahl, das Verhältnis von Wärme zu Strom über ein Jahr, lag bei Luft-Wasser-Anlagen im Mittel bei 3,4 und reichte von 2,6 bis 4,9. Zur Einordnung gehört, dass Hersteller Projektpartner waren und die Fassade bei 51 % der Testhäuser von vor 1977 gedämmt war, bundesweit sind es 30 %.
In über 60 Jahren Heizungsbau haben wir Öl, Gas und Wärmepumpen hundertfach eingebaut. Im Altbau beginnt die Planung bei uns mit den vorhandenen Heizkörpern, weil sie den Vorlauf bestimmen.
