Erdsonde in Reinickendorf: je Ortsteil verschieden
In Frohnau, Hermsdorf und Heiligensee liegt kein Wasserschutzgebiet, in Tegel und Konradshöhe ist die Sonde dagegen auf 52 % der Baublockfläche nicht erlaubnisfähig. Dazwischen liegt eine große Spanne bei der möglichen Bohrtiefe.
| Ortsteil |
Wasserschutzgebiet (Fläche) |
Nicht erlaubnisfähig (Baublockfläche) |
Rupelton-Linien |
| Frohnau |
0 % |
nicht ausgewertet |
50–140 m |
| Hermsdorf |
0 % |
nicht ausgewertet |
20–160 m |
| Heiligensee |
0 % |
nicht ausgewertet |
140–420 m |
| Konradshöhe |
66 % |
52 % |
nicht ausgewertet |
| Tegel |
57 % |
52 % |
nicht ausgewertet |
| Bezirk gesamt |
23,2 % |
21,8 % |
20–420 m |
Quelle: Geodaten des Landes Berlin in eigener Auswertung, Stand 11/2026, und wo „nicht ausgewertet“ steht, zeigt die Karte zur Adresse den Wert. Auch Wittenau, Lübars, Waidmannslust und Borsigwalde liegen außerhalb von Wasserschutzgebieten. Im Bezirk sind 72,3 % der Baublockfläche grundsätzlich erlaubnisfähig und 5,9 % teilweise, das Schutzgebiet Tegel umfasst hier 20,7 km².
Der Rupelton, die Tonschicht, bis zu der gebohrt werden darf, liegt im Norden sehr unterschiedlich tief. In Hermsdorf beginnen die Linien bei 20 m, in Frohnau bei 50 m. An der 50-m-Linie wären es bei 40 W je Meter rechnerisch nur 2,0 kW Entzug je Sonde. Ein Haus braucht dann mehrere Bohrungen mit 6 m Abstand, oder Luft-Wasser passt besser. In Heiligensee ist es umgekehrt, die Linien reichen bis 420 m, nutzbar sind aber höchstens 400 m.
Die Entzugsleistung liegt laut Umweltatlas auf 46,0 % der Fläche bei 40 bis 45 W je Meter Sonde und auf 45,8 % bei 35 bis 40 W. Auf 60,9 % der Fläche kommt laut Bohrtiefenkarte keine weitere Auflage hinzu, auf 13,5 % eine geologische Begleitung der ersten Bohrung, und 18,0 % sind unzulässig. Unsere Empfehlung lautet deshalb, in Tegel und Konradshöhe von Luft-Wasser auszugehen und in den anderen Ortsteilen erst die Karte zur Adresse zu prüfen. Wie die Erlaubnis abläuft, erklärt der Ratgeber zu Erdsonde und Bohrtiefe.