Wie viel Strom und wie viel Umweltwärme in der Heizwärme stecken
Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 kommen auf jede Kilowattstunde Wärme 0,29 kWh Strom, der Rest stammt aus der Umgebung. Bei der Sole-Wasser-Anlage mit 4,3 sind es 0,23 kWh.
| Bauart im Feldtest |
Jahresarbeitszahl im Mittel |
Spanne |
Strom je kWh Wärme |
Anteil Umweltwärme (rechnerisch) |
| Luft-Wasser, 61 Anlagen |
3,4 |
2,6 bis 4,9 |
0,29 kWh |
rund 71 % |
| Sole-Wasser, 16 Anlagen |
4,3 |
3,6 bis 5,4 |
0,23 kWh |
rund 77 % |
Quelle: Fraunhofer ISE, Projekt WP-QS im Bestand, Laufzeit 12/2019 bis 12/2024, Veröffentlichung vom 03.11.2025. An dem Projekt waren Wärmepumpenhersteller als Partner beteiligt, das gehört zur Einordnung der Zahlen. Weitere Feldtests und den Unterschied zu COP und SCOP erklärt der Ratgeber zur Jahresarbeitszahl.
Beispiel. Annahmen sind ein Haus mit 20.000 kWh Gasverbrauch im Jahr und ein Kessel, der 90 % des Gases in Wärme umsetzt, also 18.000 kWh Wärme. Bei einer Jahresarbeitszahl von 3,4 braucht die Wärmepumpe dafür rund 5.290 kWh Strom, und rechnerisch rund 12.710 kWh kommen aus der Außenluft.
Mit 29,0 ct je kWh Heizstrom kostet das rund 1.540 € im Jahr, das Gas bei 13,83 ct rund 2.770 € (BDEW, Stand 01.10.2026). Rechnerisch sind das rund 1.230 € weniger, eine Zusage ist das aber nicht. Mit eigenen Verbrauchswerten lässt sich das im Ratgeber zum Stromverbrauch nachrechnen.