Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe nutzt Geothermie, also die Wärme aus dem Boden, über eine Erdsonde oder einen Erdkollektor und erreichte im Feldtest des Fraunhofer ISE eine Jahresarbeitszahl von 4,3, eine Luft-Anlage dagegen 3,4. Die Jahresarbeitszahl (JAZ) ist das Verhältnis von Wärme zu Strom über ein Jahr. In Berlin sind nach eigener Auswertung der Karte im Geoportal 71,4 Prozent der Baublockfläche für Erdsonden grundsätzlich erlaubnisfähig, 19,0 Prozent nicht und 9,5 Prozent teilweise.
Diese Anlage eignet sich für Hausbesitzer, deren Grundstück außerhalb eines Wasserschutzgebiets liegt und die einen höheren Preis für einen niedrigeren Stromverbrauch in Kauf nehmen. Bei 18.000 Kilowattstunden Wärme im Jahr braucht sie im Beispiel rund 4.190 Kilowattstunden Strom, eine Luft-Anlage rund 5.290 Kilowattstunden. Das sind rechnerisch rund 1.100 Kilowattstunden weniger, bei 29,0 Cent Heizstrom rund 320 Euro im Jahr, und das Außengerät im Garten entfällt.
Wir planen die Anlage mit Heizlast Raum für Raum, bauen sie ein und nehmen sie in Betrieb. Sole ist dabei die Flüssigkeit, die in den Rohren im Boden zirkuliert und die Wärme zur Pumpe im Haus bringt.
